Presse / 2007

Montag, 11. Juni 2007

"Schlag den Raab": Peter aus Herne wird Millionär und Stefan Raab zum Quotenkönig

31,4 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauer verfolgten eine Show der Superlative. ProSieben gewinnt mit 18,5 Prozent den Tagesmarktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. Die letzte Ausgabe der Mehrkampfshow vor Stefan Raabs Sommerpause ist mit exakt fünf Stunden die längste, dabei auch die spannendste und quotenstärkste. Keine Chance für die Konkurrenz: Auch bei den jungen Zuschauern ist Stefan Raab unschlagbar. Bis zu 71,5 Prozent der 14- bis 29-Jährigen verfolgen „Schlag den Raab“ (im Durchschnitt 39,9 Prozent). Bis zu 4,84 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren lassen sich vom Duell Zuschauer gegen Entertainer begeistern.

Es war eine ungewohnte Situation für Stefan Raab an diesem Abend. Sein Kontrahent Peter, ehemals Deutscher Meister im American Football und Bundesligakollege von Handball-Nationaltrainer Heiner Brand, war schon früh in Führung gegangen. Und obwohl es in jedem Spiel, ob beim Schwimmduell im nahegelegenen Freibad, beim Roulette oder Minigolf, stets knapp herging – der 39-jährige Arzt aus Herne ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Beim Stand von 56:10 und elf absolvierten Spielen sah Herausforderer Peter schon wie der sichere Sieger aus. Stefan Raab beglückwünschte vor seinem ersten Matchball vorsorglich zur hervorragenden Leistung. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Denn Stefan Raab kämpfte. Mit dem Rücken zur Wand konnte ab Spiel elf jede Runde das Ende bedeuten. Doch Raab hatte Spaß. Er gewann beim Geografie-Test. Er behielt auch beim Spiel „Holzturm“ die Nerven. Im vorletzten Spiel – es galt Ereignisse richtig ihren Jahreszahlen zuzuordnen – war dann der mittlerweile zum dritten Mal ausgesprochene Glückwunsch endlich doch angebracht: "Mein Respekt. Du hast das richtig gut gemacht. Das war die wohl spannendste Sendung seit es ‚Schlag den Raab’ gibt", sagte Stefan Raab. Der Entertainer: „Ich war heute ein wenig glücklos. Bis zum Ende hatte ich noch die Chance das Ganze zu drehen. Mich hat richtig der Ehrgeiz gepackt.“ Millionengewinner Peter konnte es noch gar nicht fassen: "Meine Frau ist völlig fertig, ich bin total k.o. und meine beiden Söhne fielen zuhause gerade erschöpft ins Bett." Was er mit dem Millionengewinn anstellen wird, weiß er noch nicht: "Wichtig ist, dass ich so bleibe wie ich bin. Ich fahre Twingo. Nächstes Jahr fahre ich den hoffentlich immer noch."

Das Spielprotokoll:

Spiel 1: PFERDERENNEN
Das erste Spiel kennt man vom Kirmes-Rummel. Die Duellanten rollen Kugeln in ein Feld und treiben damit ihr Pferd an. Das bewegt sich immer dann, wenn einer der beiden sein Kugel im Loch unterbringt. Peter „kegelt“ besser. 1:0 für den Herausforderer.

Spiel 2: STIMMT’S?
Ein Klassiker bei „Schlag den Raab“. Dreimal wurde das Spiel bereits gespielt, dreimal verlor Raab. Die Duellanten müssen sich entscheiden, ob eine Behauptung stimmt, oder nicht. Und das Spiel bringt Stefan Raab wieder kein Glück. 3:0 für Peter.

Spiel 3: KAJAK
Per Helikopter geht es ins nahe gelegene Waldbad Dünnwald. Es gilt, einen Parcour über 13 Bojen zu absolvieren. Windmaschine und Strömungsanlage erschweren das Ganze noch. 1:25.76 braucht Stefan Raab dazu. Da kann auch der muskulöse Arzt nicht mithalten. Ausgleich, 3:3 im Zweikampf.

Spiel 4: MINIGOLF
Ein ordentliches Waldfreibad hat auch eine Minigolf-Bahn. Gespielt werden vier Bahnen. Peter braucht weniger Schläge: 7:3 für den Hersausforderer.

Spiel 5: SCHWIMMEN
Im Freibad wird natürlich auch geschwommen. Und zwar 150 Meter Lagen. Brust, Rücken, Kraulen – die Reihenfolge können die beiden Duellanten selbst festlegen. Muskelpaket Peter ist hier nicht zu schlagen, absolviert die Strecke in 3:13.77. Der Herausforderer geht 12:3 in Führung.

Spiel 6: FÜHRERSCHEINPRÜFUNG
Was Paris Hilton demnächst noch vor sich hat, müssen Stefan Raab und sein Herausforderer schon heute absolvieren. Es werden Originalfragen aus den Fahrprüfungsbögen gestellt. Wer als Erster vier Fehler begeht, hat verloren. Und das ist Stefan Raab. Muss man sich Sorgen um den Entertainer machen? 18:3 für Peter.

Spiel 7: NAGELN
Auf zwei Holzböcken sind jeweils 20 Nägel angebracht. Wer nach zwei Minuten mehr Nägel versenkt hat, – und zwar Kopf mit Holz bündig – gewinnt. Ein knappes Rennen. Peter versenkt 17. Aber Stefan Raab nagelt besser und schafft ganze 18 Stück. Nur noch 18:10 für den Herausforderer.

Spiel 8: SUCHMASCHINE
Es gilt, in einer Internet-Suchmaschine möglichst wenige Treffer für einen Begriff zu erzielen. Spielleiter Matthias Opdenhövel gibt den Wortanfang vor, die Kandidaten müssen um mindestens einen Buchstaben ergänzen und eingeben. Peter hat das glücklichere Händchen und geht mit 26:10 in Führung.

Spiel 9: ROULETTE
Beide Duellanten haben zu Beginn 10 Jetons. In jeder Runde muss mindestens ein Chip gesetzt werden. Vier Runden werden insgesamt gespielt. Die Besonderheit: Wenn ein Feld besetzt ist, darf der andere Spieler nicht mehr darauf setzen. Peter hat auch hier mehr Glück und baut die Führung aus auf 35:10.

Spiel 10: BASKETBALL
Insgesamt fünf Minuten spielen Stefan Raab und sein Herausforderer auf zwei Körbe gegeneinander Basketball. Am Ende gelingt nur ein Treffer – und zwar Peter. Für Raab wird es jetzt knapp. 45:10 für Peter.

Spiel 11: BLAMIEREN ODER KASSIEREN
Der Klassiker. Elton stellt Fragen, die beiden Duellanten raten. Wer zuerst sieben Punkte hat, gewinnt. Fotofinish für Peter. Er gewinnt das Spiel mit einem Punkt Vorsprung und hat bei 56:10 ab jetzt in jedem Spiel Matchball.

Spiel 12: WO LIEGT WAS?
In einer Frage versteckt, wird nach Orten gesucht, die dann auf einer Weltkarte markiert werden müssen. Wer näher dran liegt, gewinnt. Der Sieger braucht vier Punkte. Und es wird unfassbar spannend. Beim Stand von 3:3 die Frage: Wo liegt die Hauptstadt des flächenmäßig drittgrößten Staates der Welt? Beide tippen Washington – und Stefan Raab ist knapp näher dran. Nur noch 56:22.

Spiel 13: DER HOLZTURM
Ein Turm aus Holz, aufgeschichtet in mehreren Holzblöcken. Jede Runde muss ein Block herausgezogen werden. Wer den Turm zusammenfallen lässt, verliert. Spannender geht es fast nicht mehr. Die beiden Hobbyarchitekten geben alles – und Stefan Raab kämpft weiter. Peter verliert, es steht nur noch 56:35.

Spiel 14: WANN WAR WAS?
Es gilt das Jahr zu erraten, in dem Ereignisse stattfanden, die Matthias Opdenhövel nennt. Für jedes Jahr gibt es mehrere Hinweise. Wer zuerst sieben Punkte erringt, gewinnt. Peter behält die Nerven – und wird mit 70:35 Endstand Millionär.

Basis: alle Fernsehhaushalte Deutschlands (integriertes Fernsehpanel D + EU)
Quelle: AGF / GfK Fernsehforschung / pc#tv aktuell / SevenOne Media Marketing & Research
Erstellt: 10.06.2007 (vorläufig gewichtet: 09.06.2007)

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