Presse / 2008

Freitag, 15. Februar 2008

Brandenburg - 147 points: Überraschungssieg für Subway to Sally beim "Bundesvision Song Contest 2008" auf ProSieben

Hannover/München. Herzschlagfinale beim "Bundesvision Song Contest 2008": Mit 147 Punkten gewinnen die Mittelalter-Rocker Subway to Sally Stefan Raabs Grand Prix der Bundesländer. Nur ein Punkt trennt sie von Thüringens Vertreter Clueso und Platz zwei. Erst mit der letzten Punktevergabe des Abends verkündet Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff die Entscheidung. "So spannend wie heute war es noch nie", sagt Initiator Stefan Raab nach der Show. "Wer hätte gedacht, dass Fans von Mittelaltermusik so eifrig zum Telefon greifen." 8500 Zuschauer in der ausverkauften TUI Arena in Hannover und bis zu 2,38 Millionen vor den Bildschirmen sind beim packenden Kopf-an-Kopf-Rennen dabei. Der "Bundesvision Song Contest 2008" begeistert 15 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuseher. Bei den Jungen (14-29 J.) verfolgen starke 24,4 Prozent die ProSieben-Show.

Beim Sieger fließen direkt nach der Show Freudentränen. Band, Familie und Freunde liegen sich in den Armen. "Das gibt es nicht, ich kann es nicht glauben", staunt Frontmann Erik Fish und freut sich: "Das ist ein riesiger Erfolg, der zeigt, wie beliebt unsere Art Musik in Deutschland ist." Keine Tränen will Clueso über seinen zweiten Platz vergießen: "Die Freude überwiegt. Nur ein Punkt Unterschied ist am Ende zwar hart, aber ich gönne Subway to Sally den Titel. Es ist toll, dass es hier Raum für so vielfältige Stilrichtungen gibt." Es ist der Abend der Überraschungen, es ist der Abend der neuen Bundesländer: Mit Subway to Sally und Clueso landen zwei Außenseiter ganz oben. Auch Platz drei geht mit Down Below aus Sachsen-Anhalt an eine Band aus Ostdeutschland.

Der "Bundesvision Song Contest" steigt damit 2009 in Brandenburg. Nach einer geeigneten Halle muss in Potsdam oder Umgebung aber erst noch gesucht werden. "Kein Problem", flachst Stefan Raab: "Da werden wir schon was finden. Notfalls gehen wir eben zu Günther Jauch in die Bude".

Bild über obs. Weitere Bilder und alle Ergebnisse unter www.buvisoco2008.presse.prosieben.de.

Protokoll der Band-Auftritte:
DAS BO: "Ohne Bo" für Hamburg - Platz 12, 19 Punkte
Fulminanter Auftakt: Der Deutsch-Rapper holt sechs Tänzerinnen in Brautkleidern auf die Bühne. Hamburgs Stadtwappen wird zum DJ-Pult.

Jennifer Rostock: "Kopf oder Zahl" für Mecklenburg-Vorpommern - Platz 5, 79 Punkte
Mit großflächigen Tattoos, Dutzenden Piercings, engem, blauen Mini und roter Gitterstrumpfhose röhrt Frontfrau Jennifer ihren Beitrag für "Meck-Pomm".

Rapsoul: "König der Welt" für Hessen - Platz 8, 51 Punkte
Die drei Frankfurter haben sich Unterstützung aus Niedersachsen geholt: Der "Kleefelder Kinderchor" aus Hannover singt mit.

Casino Zero: "Gib mir einen Blick" für das Saarland - Platz 15, 12 Punkte
Der etwas andere Christbaum: Bandmitglied "Mr. Black Jack" tobt als "Höllentänzer" in schwarzer Ganzkörperverhüllung und blinkenden Leuchtdioden über die Bühne.

The Far East Band feat. Dean Dawson: "Unfassbar" für Sachsen - Platz 15, 12 Punkte (Punktegleichstand mit Casino Zero)
Gastsänger Dean Dawson fährt auf einer grünen Kawasaki Ninja in die Halle. An drei großen Standtrommeln haut die Far East Band in schwarz-weißen Anzügen auf die Pauke.

Down Below: "Sand in meiner Hand" für Sachsen-Anhalt - Platz 3, 96 Punkte
Aufregendes Schauspiel: Das Dessauer Marquis-de-Sade-Tanztheater unter Leitung von George Seiffert verleiht dem Auftritt der Gothic-Rocker Ausdruck(stanz).

paulsrekorder: "Anna" für Bremen - Platz 11, 20 Punkte
Schwarz-weiße Kniestrümpfe mit Ringelmuster, übergroße Brillen und ein androgyner Sänger für Bremen: "Sieh mich an-an-an-Anna wie wär’s?", fragen paulsrekorder.

Panik: "Was würdest du tun?" für Schleswig-Holstein - Platz 6, 75 Punkte
Die jüngste Gruppe im Feld - aber alles andere als Kinder von Traurigkeit. Zu harten Klängen spucken vom Bühnenrand Feuerfontänen unter die Hallendecke.

Subway to Sally: "Auf Kiel" für Brandenburg - Platz 1, 147 Punkte
Seit sieben Jahren im Geschäft: Subway to Sally wissen, was das Mittelalter-Rock-Herz begehrt: Da wird gefidelt und am elektrischern Leierkasten gedreht.

Sisters: "Unite" für Nordrhein-Westfalen - Platz 14, 16 Punkte
In NRW geht es bunt zu: In türkis, orange, violett, weiß, rosarot, gelb und rot tanzen die sieben afro-deutschen Künstlerinnen über die Bühne.

Peilomat: "Jenny" für Rheinland-Pfalz - Platz 13, 17 Punkte
Als Mischung aus Foo Fighters und Münchner Freiheit bezeichnen sich die drei Bremer. Im letzten Jahr waren sie als Vorband von Tokio Hotel auf Tour. Das ist wohl nicht spurlos an ihnen vorübergegangen: Bassist Sebi kommt als "Jenny" im Frauenkostüm auf die Bühne.

Clueso: "Keinen Zentimeter" für Thüringen - Platz 2, 146 Punkte
Mit Streichorchester, drei Fagottisten, Posaunen, Querflöten, einem Percussionisten und großer Pauke füllt Sänger Clueso die Bühne und lässt wirklich "Keinen Zentimeter" mehr frei.

Sportfreunde Stiller: "Antinazibund" für Bayern - Platz 10, 32 Punkte
Die "Sportis" absolvieren ihren Auftritt auf einem restaurierten, hellblauen 60er-Jahre-Ford-Kleinlaster. Der wackelt beim Schlagzeugsolo zwar bedenklich, aber die Bayern bleiben standhaft.

Culcha Candela: "Chica" für Berlin - Platz 7, 66 Punkte
"Ey du geile Sau, ich hab was du brauchst" singt die Berliner Multi-Kulti-Truppe. Auf der mitgebrachten Ledercouch kuschelt eine junge Dame mit dicker, gelber Schlange.

Laith Al-Deen: "Du" für Baden-Württemberg - Platz 9, 46 Punkte
Der Schmusesänger mit einer Reggae-Nummer, die animiert: In der TUI Arena wird gesummt und geschunkelt.

Madsen: "Nachtbaden" für Niedersachsen - Platz 4, 94 Punkte
Beim letzten Beitrag des Abends wird es noch mal richtig laut - und zwar in der Halle UND auf der Bühne. Die Lokalmatadoren geben ordentlich Gas, ihre Fans auch: Überall in der TUI-Arena werden Madsen-Plakate geschwenkt. Nach dem Auftritt schallen Zugabe-Rufe durch die Halle.

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