Presse / 2005

Montag, 27. Juni 2005

Quotensieg für "Die große TV total Stock Car Crash Challenge"/ Raab und Lauda verschrotten Konkurrenz

Brennende Boliden, spektakuläre Überschläge und Musik-Acts auf Topniveau – "Die große TV total Stock
Car Crash Challenge" begeisterte am Samstag- abend mit jeder Menge Highlights. Auf dem Weg zum Crash-Champion rammte Stefan Raab alles zur Seite, was ihm im Weg stand. Top-Quoten für ProSieben: Mit 24,6 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe ließ Schrott-König Raab Günther Jauch und Oliver Geissen keine Chance. Noch deutlicher sein Vorsprung bei den Jungen: Bei den 14- bis 29- Jährigen holte das Event satte 39 Prozent Marktanteil.

Vor über 50.000 begeisterten Zuschauern auf den Rängen der Arena AufSchalke präsentierte Multitalent Stefan Raab am Samstagabend "Die große TV total Stock Car Crash Challenge". Erlaubt war alles, was die deutsche Straßenverkehrsordnung streng verbietet: rasen, drängeln, schubsen, rammen ... In drei Motorklassen (3000, 1900 sowie 1500 ccm) und zehn Teams traten 30 Prominente gegeneinander an – Haube an Haube, Heck an Heck, Felge an Felge.

Bereits vor dem Startsignal forderte das Karambolage-Rennen seine ersten Opfer. Formel 1-Fahrer Christian Klien musste kurzfristig absagen, für ihn stieg Formel 2-Star Mathias Lauda, Sohn von
Rennlegende Nicki Lauda, ins Cockpit. Der Grund: Formel 1-Boss Bernie Ecclestone hatte seinem Nachwuchstalent Klien mit Lizenzentzug gedroht. Neben Lauda und Initiator Raab traten u.a. Hollywood-Star Ralf Möller, "Miss Rio de Janeiro" Jana Ina, "Abenteuer-Auto"-Moderator Jan Stecker, Schauspielerin Janin Reinhardt, Fanta 4-Rapper Smudo, Autofan Detlef "D!" Soost, Tuning-Schönheit Christina Surer, Raabs ewiger Rivale Joey Kelly sowie die Comedy-Stars Elton und Oliver Pocher aufs Gaspedal. Nach der Niederlage gegen Brasilien wollten es sich auch die regionalen Fußball-Größen nicht nehmen lassen, die Ehre der deutschen Ballartisten zumindest auf dem Rennparcour wiederherzustellen: Während das Dortmunder Borussen-Team (Steffen Freund, Norbert Dickel, Manni Burgsmüller) beim Gelsenkirchener Publikum von Anfang an einen schweren Stand hatte, setzten die drei Schalke-Vertreter Andreas Müller, Christofer Heimeroth und Uwe Scherr ganz klar auf die Heimspiel-Karte. Moderiert wurde das TV-Event der Superlative von Sportexperte Oliver Welke, Sonya Kraus berichtete als Reporterin direkt von der Rennstrecke.

Ohrenbetäubender Jubel und Gänsehaut-Feeling in er nahezu ausverkauften Arena AufSchalke bereits bei Stefan Raabs Einzug in der Schaufel eines verchromten Schwerlast-Baggers. "Mit diesem Teil fahre ich schließlich jeden Tag zur Arbeit", so der Entertainer. Danach ging’s zur Sache: In zwei Läufen pro Klasse wurde um den Titel des "Stockcar Champions" gekämpft. Während im "Stockcar Rennen" Zeitfahrpunkte für die Anzahl der gefahrenen Runden vergeben wurden, ging es in der zweiten Disziplin "Karambolage" um die waghalsigsten Crashs.

Als erste gingen die Fahrer in der "Kindergartenklasse" (Raab) bis 1,5 Liter Hubraum an den Start: "Hier sind 50.000 Leute, die alle mein Auto sabotieren wollen. Wenn sie mich erwischen, können sie’s gerne versuchen,", gab sich der ehemalige Borussenspieler Manni Burgsmüller kampfbereit. Bereits in der ersten von 20 Runden ging’s voll zur Sache: Comedian Axel Stein verlor im Eifer des Gefechts sein linkes Vorderrad. Die Diagnose der Mechaniker: gebrochene Radaufhängung, Rennen beendet. Hitzige Zweikämpfe auch zwischen dem ehemaligen VIVA-Moderator Mola Adebisi und "Werner"-Kreator Brösel, der nach eigenen Angaben "mit 8,8 Promille – schließlich gibt es hier ja keine Polizeikontrollen" angetreten war. Am Ende hatte Adebisi im Zeitfahren die Nase vorn und sicherte sich den ersten Platz. Zweiter wurde "Adler" Martin Schmitt, der in einer waghalsigen Aufholjagd das Feld vom letzten Platz aufgerollt hatte.

Beim Rennen in der "Grundschulklasse" bis 1900 ccm machte Schauspieler Ralf "Ralle" Richter seinem Ruf als Outlaw-Driver wieder einmal alle Ehre: Bereits nach dreißig Sekunden fuhr er Rapper Smudo
derart in die Kiste, dass dieser auf der Seite liegen blieb und von sechs Männern zurück auf die Reifen gehievt werden musste. Ohne Fremdverschulden schied hingegen Draufgänger Simon Gosejohann aus. Nachdem der Comedian lange Zeit in Führung gelegen war, legte er nach einem rasanten Drift einen sehenswerten Überschlag auf den Parcour. Das Resultat im Zeitfahren: Ein erster Platz für Norbert Dickel.

"Gentlemen, start your engines" hieß es im Anschluss für die schweren Jungs in der "Königsklasse" (3000 ccm). Mit einem Traumstart und gezielten Remplern gegen Schauspieler Claude Oliver Rudolph konnte sich Raab, der von Platz zwei gestartet war, die Führung erkämpfen. "Der Rudolph kroch die ganze Zeit im Schneckentempo vor mir her. Wenn ich solche Typen nur sehe, bekomme ich schon Aggressionen", begründete Schrott-Gott Raab seinen offensiven Fahrstil. Die Belohnung: ein erster Platz für den Entertainer, dicht gefolgt von "taff" Moderator Stefan Gödde und Oliver Pocher. Insbesondere Raabs Showpraktikant Elton zeigte sich erleichtert, dass sein Chef das Zeitfahren für sich entscheiden konnte: "Jetzt gibt es eine Woche lang wieder warmes Essen," so der Publikumsliebling
freudestrahlend.

"Es darf nicht nur, – es muss gecrasht werden" war das Motto des zweiten Laufes: der berühmt berüchtigten "Karombolage". Die Regeln: Je spektakulärer der Crash, desto höher die Punkte. Wieder gingen zunächst die Fahrer der "kleinen" 1500-ccm-Autos an den Start. Dabei zeigte sich vor allem die sanfte Alida Kurras von ihrer temperamentvollen Seite. Nachdem die ProSieben-Moderatorin ("Das Geständnis") vom angeheiterten Brösel schon nach wenigen Sekunden über die Bande gecrasht worden war, übte sie bittere Rache. Mit Vollgas donnerte sie dem Comic-Zeichner zwei Minuten später in die Seite. Das Resultat: ein spektakulärer Dreifach-Überschlag, der von den Kampfrichtern mit Bestnoten belohnt wurde. Aufs Kreuz gelegt wurde auch Janin Reinhardt. Der ehemalige "Schalke 04"-Spieler Uwe Scherr nahm nur wenig Rücksicht auf das schwache Geschlecht und "bumste" die blonde Schauspielerin kurzerhand aus dem Weg. Nach zehn Minuten stand Kabel1 Moderator Jan Stecker als Stockcar- Champion in der 1500-Kubikzentimeter fest.

Für das Rennen in der 1,9 Liter-Klasse hatte sich Simon Gosejohann eine besonders raffinierte Taktik ausgedacht: Er blieb beim Start erst einmal stehen und konnte sich so ungefährdet alle anderen Fahrer
von hinten vornehmen. Schade nur, das Matthias Opdenhövel hier keinen Spaß verstand und den Comedian direkt ins Abseits crashte. "Rennen beendet" hieß es auch für Tanzguru Detlef "D!" Soost, dessen Kupplung wegen allzu rabiaten Fahrens vorzeitig den Geist aufgab. Mit seiner aus zahlreichen Wok-Weltmeisterschaften bewährten Taktik des "still und heimlich nach vorne Nuschelns" (Sonya Kraus) konnte Teenieschwarm Ben schließlich den ersten Platz für sich verbuchen, dicht gefolgt von Matthias Opdenhövel und BVB- Legende Norbert Dickel.

Zum knallharten Showdown kam es schließlich in der 3000-ccm-Klasse: Raab vs. Pocher. Die beiden lieferten sich ein hitziges Duell um den begehrten Platz an der Innenbahn. Nach einem Rumpler der heftigeren Art begann Pochers schwarzer BMW plötzlich zu brennen! Das Publikum hielt den Atem an, Rettungskräfte eilten herbei. Nach einer Schrecksekunde kletterte der TV-Moderator ("rent a Pocher") jedoch unversehrt aus seinem in Flammen stehenden Boliden. "Jetzt weiß ich, wie man sich in der Hölle fühlt", so der Comedian sichtlich geschockt. Damit war der Weg frei für Stefan Raab, der nichts mehr anbrennen ließ und sich souverän den Stockcar-Champion-Titel in der Königsklasse holte.

Für ein weiteres Crash-Highlight sorgte die Teamwertung des Abends: Im "Rodeo" traten alle bis dahin noch fahrtüchtigen Stockcars zum ultimativen Schrott-Spektakel an. Die einfache Regel: Wer als letzter noch fährt, gewinnt! In einem harten Gefecht, in dessen Verlauf die Grenzen der Physik ausgelotet wurden, zeigte Mathias Lauda, wes Vaters Kind er ist. Er blieb länger im Rennen als Stefan Raab und sicherte seinem Team damit den Titel.

Doch nicht nur die Motoren, Fahrwerke und Karosserien zollten dem einzigartigen Crash Spektakel ihren Tribut – auch manche der prominenten Fahrer hatten eine anschließende Runderneuerung notwendig. So musste "Miss Rio de Janeiro" Jana Ina nach einem Crash ins Krankenhaus. Diagnose: Halswirbelsäulen-Trauma. Auch Stefan Gödde wird so schnell wohl nicht mehr zum Steuer greifen können: Der "taff"-Moderator verstauchte sich bei diesem ultimativen Sportevent das Handgelenk. Nur einer blieb von den Folgen der Karambolage-Orgie verschont: der Rasen auf Schalke. Er war vier Tage vor der "TV total Stock Car Crash Challenge" aus dem Stadion entfernt und durch 3200 Tonnen Lehm, Schotter und Kies ersetzt worden.

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